Campus Tönisvorst

Die Stadt Tönisvorst plant einen neuen Campus im Herzen der Stadt. In der Nähe des Wasserturms zwischen den Ortsteilen St. Tönis und Vorst könnte der Campus Tönisvorst entstehen.

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Was ist das Ziel des Campus Tönisvorst?

Zwei moderne Schulgebäude, ein Forum für Veranstaltungen, ein neues Verwaltungsgebäude – alle klimaschonend. Platziert in einem regionalen Grünzug mit Biotop-Vernetzung nach Norden und dem Freizeitgelände Am Wasserturm im Süden. An den Altstandorten von Schule und Verwaltung können seniorengerechter Wohnraum, bezahlbarer Wohnraum, naturnahe Grünflächen, Co-Working Spaces, eMobiltät in Form von Klimaquartieren entstehen. Abgerundet wird das Projekt durch den Ausbau des Radweges Schluff mit Beleuchtung und glatter Bodenoberfläche als Ost-West-Achse und Einstieg in die Mobilitätswende: Das ist - grob umrissen - das Idee des CAMPUS Tönisvorst.

Wie kam es zu dieser Idee?

Zu alt, zu weit auseinander, zu kostenintensiv: 2015 empfiehlt die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) die vielen Verwaltungsgebäude zu zentralisieren. 2019 entscheidet sich der Stadtrat für einen Neubau, Frühjahr 2021 dann für die Errichtung auf einem freien Grundstück am Wasserturm. Zeitgleich geht der Auftrag an die Verwaltung zu prüfen, ob dort auch neue Schulgebäude für die beiden weiterführenden Schulen Michael-Ende-Gymnasium und Rupert-Neudeck-Gesamtschule entstehen könnten. Auslöser: anstehende Sanierungen. Aus diesem Auftrag entwickelte die Stadtverwaltung die Idee des CAMPUS Tönisvorst inklusive der Klimaquartiere an den Altstandorten.

Aktueller Projektfortschritt
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Neuigkeiten / Veranstaltungen

Hier finden Sie die aktuellen Neuigkeiten und Veranstaltungen in und um Tönisvorst

Was ist die Idee der Verwaltung?

CAMPUS Tönisvorst

Klimagerechte Gebäude

Die Stadtverwaltung möchte einen ernsthaften Schritt in Richtung klimaneutrale Stadt gehen. Aktuelle Idee ist, für das Verwaltungsgebäude und die beiden weiterführenden Schulen jeweils klimagerechte Gebäude nach dem »Prinzip 2226« zu bauen. Eine energetische Ertüchtigung der Altgebäude käme nach Prüfung der Verwaltung einem Neubau gleich – würde aber nach Einschätzung von Fachleuten gleichzeitig nicht den gleichen energetischen Standard erreichen können.

Moderne Schulgebäude

Ganztag, Inklusion, Digitalisierung: Wie muss ein Schulgebäude sein, um neuen Anforderungen gerecht zu werden? Es gibt unterschiedliche neue Konzepte, wie Schulbauten zeitgemäß gestaltet werden können. Für den CAMPUS Tönisvorst wird vorgeschlagen, eine Idee aus München aufzugreifen: Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe erhalten je ein eigenes »Lernhaus«. Statt langer Flure gibt es einen quadratischen Bereich. In der Mitte der »Marktplatz« mit Raum für Gruppenarbeit, Lesezonen, Aufführungen, Präsentationen oder einfach für Pausen und Entspannung. Rund herum gruppieren sich Klassenzimmer, das Teamzimmer für Lehrkräfte und eine eigene WC-Anlage. Jedes Quadrat bildet eine Einheit für sich – ein »Lernhaus«. Als viertes Gebäude dann ein »Fachraum-Lernhaus«, wo Platz für Naturwissenschaften, Kunst-, Werk- und Technikunterricht ist. Dazu altersgerechte Pausenhöfe. So bekäme jede weiterführende Schule jeweils vier eigene Gebäude auf dem CAMPUS. Zusätzlich würde eine Mensa gebaut, die Schule sowie Verwaltung – aber auch das Forum - versorgen könnte.

Forum für Kultur und Bürgerveranstaltungen

Auf dem CAMPUS könnte eine neue Stätte für Kulturschaffende und Veranstaltungen in der Stadt entstehen: das Forum als eigenes Gebäude. Mit Saal, Bühne, Foyer Künstler-Loge oder Aufwärm- und Übungsraum für Musiker.

Offener CAMPUS eingebettet in einen regionalen Grünzug

Nördlich des CAMPUS soll ein weitläufiger Bongert mit Biotopen entstehen, in den bereits bestehende Kleingartenanlagen sowie landwirtschaftliche Obstplantagen eingebettet wären. Im Süden ist der Landschaftspark am Wasserturm zu finden. Der Campus selbst ist frei zugänglich und dient als Bindeglied zwischen den beiden Bereichen. Mit Wegeführungen ist er an die anderen Stadtteile angebunden – und soll zu Fuß oder aber per Rad erreichbar sein.

Nachnutzung der Altstandorte als Klimaquartiere

Bezahlbarer Wohnraum – Seniorengerechter Wohnraum

Vorschlag der Verwaltung ist an den Altstandorten von Schulen und Verwaltung Raum für eine positive Trendwende für aktuelle Themen zu schaffen. Deshalb ist Raum für freien wie geförderten Wohnungsbau geplant, ebenso Raum für seniorengerechte Wohnungen, aber eben auch für Einfamilienhäuser - mit naturnahen Grünflächen, Co-Working Spaces und eMobiltät. Dazu gehört eine an den Klimawandel angepasste sowie ressourcenschonende Bauweise. Entsprechend sollen an den Altstandorten von Verwaltung und Schulen zwei Klimasiedlungen (Kirchenfeld und Corneliusfeld), ein Klimaquartier (Wilhelmplatz) und einem Klimahaus (Rathaus Vorst) entstehen.

Fortlaufende Beteiligung

Wie geht es mit dem CAMPUS-Projekt weiter? Nach dem Beschluss der Politik im Februar 2022 eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorzunehmen, wurde die Einwohner*innen-Versammlung verschoben. Nach den Sommerferien, am 8. September, soll das Thema CAMPUS wieder auf die Tagesordnung des Rates. In der Zwischenzeit sind Sie weiterhin herzlich eingeladen, Fragen zu stellen oder sich die Idee des CAMPUS erläutern zu lassen. Termine hierfür können unter der 02156/999-412 vereinbart werden. Dafür steht ebenso Bürgermeister Uwe Leuchtenberg mit seiner Sprechstunde persönlich in St. Tönis zur Verfügung. Termine hierfür können unter der 02156/999-136 vereinbart oder Anregungen an die Mail buergermeister@toenisvorst.de geschickt werden.

Die sechs Ideenräume

neuer Campus Tönisvorst

Der Standort für den Campus Tönisvorst liegt an der Kreuzung der Vorster Straße und Düsseldorfer Straße zwischen dem Siedlungsbereich von St. Tönis und dem Gewerbegebiet Die Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und grenzt direkt an den Park am Wasserturm. Die Auswahl des Standortes erfolgte im Zuge einer Bewertung mehrerer möglicher Standorte im Stadtgebiete. Die Fläche am Wasserturm überzeugte durch ihre zentrale Lage im Stadtgebiet und einer damit einhergehenden guten Wahrnehmbarkeit. Sie ist sowohl mit dem öffentlichen Personennahverkehr, als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar und bietet eine ausreichende Grundstücksgröße. Zudem ist die Fläche kurzfristig verfügbar. Aus diesen Gründen hat der Stadtrat die Fläche am Wasserturm als Standort für den Verwaltungsneubau beschlossen.

Grünzug und Schlufftrasse

Die Fläche des Campus Tönisvorsts befindet sich in einem regionalen Grünzug sowie im direkten Umfeld der Schlufftrasse. Aus diesem Grund sollen trotz des Neubaus Freiräume gesichert und das Campusgelände in den Grünzug integriert werden. In diesem Zuge soll zusätzlich geprüft werden, wie der Grünzug weiter aufgewertet werden kann. Wie können vielfältige Lebensräume geschaffen werden? Können die Wegenetze verbessert werden? Sind neue Nutzungen im Grünzug denkbar?

Wilhelmplatz

Das Verwaltungsgebäude in St. Tönis befindet sich derzeit am Wilhelmplatz. Im direkten Umfeld ist die Bushalte- und Straßenbahnhaltestelle »Wilhelmplatz« sowie Stellplätze für Pkws und Fahrräder und eine kleine Parkanlage. Durch den Umzug des Verwaltungsstandortes auf den Campus Tönisvorst kann die Fläche einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dabei ist die Haltestelle sowie die Parkanlage in weitere Planungen miteinzubeziehen.

Rathaus Vorst

Ein Teil der Stadtverwaltung sitzt aktuell im alten Rathaus in Vorst an der St. Töniser Straße. Das historische Gebäude ist denkmalgeschützt und entsprechend auch in Zukunft zu erhalten. Nach Umzug der Verwaltung an den Campus Tönisvorst ist das Gebäude gegebenfalls zu sanieren und steht für eine neue Nutzung bereit. Welche Möglichkeiten das alte Rathaus bietet, ist innerhalb dieses Prozesses zu diskutieren.

Corneliusfeld

Der Schulcampus am Corneliusfeld wird vom Michael-Ende-Gymnasium sowie der Rupert-Neudeck-Gesamtschule genutzt.

Kirchenfeld

Am Kirchenfeld ist ebenfalls die Rupert-Neudeck-Gesamtschule ansässig. Sofern die Schule in ein neues Schulzentrum an den Campus Corneliusfeld verlagert wird, ist neben dem Gelände der Schule der gesamte Blockinnenbereich zwischen Viersener Straße und Kirchenfeld als Potenzialfläche für eine neue Entwicklung zu betrachten.